Register

Definition

Verschiedene einzeln oder gleichzeitig spielbare Stimmen der Orgel, die sich in ihrem Klangcharakter, Lautstärke und ihrer Tonlage unterscheiden.


Hier sehen wir den Spieltisch der St. Alban Orgel in Basel. Rechts sind die 10 Register für das Hauptwerk, links die 8 Register für das Rückpositiv und jeweils unten rechts zwei und links vier Pedalregister.

Hauptwerk

Das Hauptwerk der St. Alban Orgel hat folgende Register:


Gedacktpommer 16', Beispiel (19kb)


Prinzipal 8', Beispiel (17kb)


Octav 4', Beispiel (15kb)


Superoctav 2', Beispiel (13kb)


Mixtur 1 ½', Beispiel (14kb)


Bourdon 8', Beispiel (17kb)


Gedacktflöte 4', Beispiel (14kb)


Nasard 2 2/3, Beispiel (13kb)


Terz 1 3/5', Beispiel (13kb)


Trompete 8'. Beispiel (13kb)


Rückpositiv

Das Rückpositiv der St. Alban Orgel hat folgende Register:


Rohrflöte 4', Beispiel (19kb)


Waldflöte 2', Beispiel (20kb)


Larigot 1 1/3', Beispiel (21kb)


Tremulant, Beispiel (26kb)


Gedackt 8', Beispiel (23kb)


Prinzipal 4', Beispiel (22kb)


Scharff 1', Beispiel (22kb)


Vox Humana 8'. Beispiel (22kb)


Pedalwerk

Das Pedalwerk der St. Alban Orgel hat folgende Register:


Subbass 16', Beispiel (12kb)


Octav 4', Beispiel (10kb)


Bass 8', Beispiel (10kb)


Mixtur 2 ½', Beispiel (9kb)


Fagott 16', Beispiel (12kb)


Trompete 8', Beispiel (11kb)

Einsatz der Register

Wie die Register beim Spielen richtig eingesetzt werden, wird hier nicht im vollen Unfang erläutert. Es werden hier lediglich Ideen zum Einsatz der Register vorgebracht.

Hauptwerk

Als Grundregister werden im Hauptwerk häufig der Prinzipal 8' und die Octave 4' gewählt. Es gibt auch Organisten, die immer noch den Bourdon 8' dazunehmen. Dies ist eine gute Registrierung für viele Stücke, bei welchen "nur" das Hauptwerk (und Pedal) benötigt wird. Um dem Stück Kraft zu verleihen, ist die Superoctav 2' sehr geeignet. Durch zusätzliches Ziehen der Mixtur 1 1/2' wird der Klang noch voller. Diese Registrierung wird in diesem Falle als Hauptwerkplenum bezeichnet.

Das Nasard 2 2/3 im Zusammenspiel mit Gedackflöte 4' und Bourdon eignet sich sehr gut als führende Melodieregistrierung im Zusammenspiel mit einer sanften Begleitregistrierung (Gedackt 8' Rohrflöte 4') auf dem Rückpositiv. Die Terz 1 3/5 muss wie der Nasard 2 2/3 mit anderen Registern gemischt eingesetzt werden. Die Trompete 8' eignet sich als Soloregister z.B. wenn der Cantus Firmus im Hauptwerk gespielt werden soll. Der Subbass ist gewöhnlich das Bassfundament.

Tonbeispiel einer Hauptwerkplenumregistrierung (17kb)
Tonbeispiel einer Plenumregistrierung mit Pedal (15kb)


Rückpositiv

Als Grundregister im Rückpositiv werden häufig das Gedack 8' und der Prinzipal 4' genommen. Als Erweiterung zu diesen beiden Registern kann das Larigot 1 1/3' und/oder Rohrflöte 4' und Waldflöte 2' genommen werden. Die Rohrflöte eignet sich auch sehr gut als sanftes Einzelregister. Das Scharff 1' gehört zu den Mixturregistern. Der Tremulant ist kein eigentliches Register, da es keine Pfeifen hat. Es kann auf alle Register im Rückpositiv angewendet werden. Der Tremulant beeinflusst den Luftstrom und bewirkt ein schwächeres und stärkeres Anblasen der Pfeifen, was zu einem mystischen Klang führt. Die Vox Humana (= Menschliche Stimme) gehört, wie die Trompete im Hauptwerk, zu den Zungenregistern und kann als Soloregister für den Cantus Firmus eingesetzt werden.

Pedalwerk

Im Pedal werden als Ergänzung zur Grundregistrierung im Hauptwerk im Normalfall der Subbass 16', der Bass 8' und die Octave 4' gezogen. Das Plenum im Hauptwerk wird durch Mixtur 2 2/3' und je nachdem durch Trompete 8' und Fagott 16' ergänzt, wobei das Fagott 16' Register in diesem Fall eher bei einem Tutti eingesetzt wird. Das Trompete 8' Register eignet sich sehr gut als Soloregister für den Cantus Firmus.